Sind Ranking Checks noch zeitgemäß?
UPDATE: Es ist wie es halt ist, manchmal schreibt man etwas ohne sich auf eine vertrauenswürdige Quelle zu halten, sondern einfach weil einem Grad ein Gedanke durch den Kopf schwirrt. So ist es mir dann auch heute passiert. Natürlich ist es seit jeher strikt unter sagt Google mit automatisierten Abfragen jeglicher Art zu penetrieren, doch darum soll es im Kern gar nicht gehen. Auch wenn eine aktive Beschränkung der Abfrage einigen Leuten bestimmt gut tun würde – Denn nur zu oft handeln die Menschen erst wenn man sie vor vollendete Tatsachen setzt. An dieser Stelle auch nochmal an den SEO Mentor für den freundlichen Rüffel…
Wie es scheint, mobilisiert sich Google gerade gegen das Volk der Serp Srcaper. Einfach gesagt geht es darum, dass Google nicht möchte, dass man die Suchergebnisse zur Verwendung von Domain- & Keyword-Rankings nutzt. Einerseits sollen dadurch die Statistiken in Bezug auf Nutzung, Suchanfragen und der Konkurrenz verzerrt werden und zum Anderen ist es eine einfache Frage der Kapazität, denn auch die Google-Server und API sind nicht unauslastbar.
Wirklich wundern tut mich das jetzt nicht, denn im Grunde genommen stellt das nur eine weitere Evolutionsstufe im Sinne von Google dar. Eigentlich sollte man sich im Klaren darüber sein, dass Google, sofern es technisch & wirtsachaftlich effizient und realisierbar ist, die automatisierten Suchanfragen irgendwann gänzlich kappen oder extrem beschränken wird.
Ich denke auch nicht, dass es im Falle von personalisierten Suchergebnissen (welche mit G+, YouTube & Picasa Usern kontinuierlich steigen werden) wirklich Sinn macht, Serps abzufragen, die keinen Bezug zu den Nutzergruppen an sich haben, sondern diese oftmals dazu dienen, dem Kunden oder Vorgesetzten Zahlen und Fakten vorzulegen, nur um einen einfachen Weg zu gehen.
Jeder, der jetzt schon Google Plus nutzt weiß, wie extrem die Serps in einigen Bereichen durch das soziale Umfeld beeinflusst werden. Es ist nicht die Platzierung des Keywords die zählt, sondern der themenrelevante Traffic, der mich erreicht und letztendlich auch für die Conversion sorgt.
Klar ist aber auch, dass die Positionsbestimmung im Falle des Linkbuilidungs eine durchaus relevante Größe darstellt. Nur ist die Frage, welche Position reell herangezogen wird, bzw. für welche Zielgruppe das Ranking einer Domain zu einem bestimmten Keyword als repräsentativ anzusehen ist. Wenn Positionsbestimmungen in einem klinisch sauberen Raum ablaufen, sich jedoch die Masse der Nutzer in einem, von seinem sozialen Umfeld beeinflussten Raum bewegt, besitzt das letztendliche Ergebnis wenig Aussagekraft.
Und jetzt? Weiter wie bisher, umdenken oder einfach abwarten was kommt? Irgendetwas in der Art wird es wohl sein. Für alle, die dennoch ein starkes Interesse haben, Domains zu bestimmten Keywords automatisiert abzufragen, denen kann ich den Keyword Monitor von Christian Schmidt empfehlen. Als weitere Alternative gibt es auch noch den ein oder anderen Google Analytics Hack, der einem einen kleinen Einblick darüber gibt, von welcher Seite der Serps die Besucher denn kamen.
Aktualisiert am 12. Oktober 2011






Björn schrieb am 12. Oktober 2011 um 13:53
Der Schritt ist aus der Sicht von Google nachvollziehbar. Schließlich kann es nicht im Sinne des Unternehmens sein, wenn Ressourcen “zweckentfremdet” werden. Und im Prinizip ist das Scraping der SERPs ja nichts anderes. Niemand sucht wirklich, es sind eben nur Bots, die automatisiert Informationen ziehen. Google will seine Ressourcen schonen, um bessere und vor allem schnellere Suchen für die echten Suchenden anzubieten. Alles, was das die Pipe verstopft, wird mittel- bis kurzfristig eliminiert. Google muss schnell sein und Gewinne erwirtschaften. Das geht schlecht, wenn “nur” Bots suchen und keine echten Menschen.
whit3h4t schrieb am 12. Oktober 2011 um 13:56
Jep, da gebe ich dir absolut recht… Ich könnte mir aber auch vorstellen das Google auf der einen Seite noch transparenter die Zahlen in den WMT darstellt und auf der anderen Seite eine kostenpflichtige API anbietet… wäre jedenfalls eine Alternative
André schrieb am 12. Oktober 2011 um 13:59
Hey Lars,
gute Gedanken. Meiner Meinung nach wird es sowieso immer schwieriger repräsentative Rankings für ein Keyword zu bekommen. So spielt ja unter anderem auch der Ort, von wo du abfragst, eine Rolle wie die SERPs dargestellt werden. So kann man teilweise gar nicht mehr genau sagen ob es sich wirklich um ein Platz 1 Ranking handelt. Meiner Meinung geht es in Zukunft, gerade wenn die SERPs noch weiter personalisiert werden, eher in die Richtung, dass ein Keyword für die Positionen 1-2 rankt oder 3-4 usw. So kann man auch diese Schwankungen darstellen.
Grüße André
whit3h4t schrieb am 12. Oktober 2011 um 14:36
Moin André,
eine Kategorisierung der Plätze ist sicherlich eine der Möglichkeiten. Gerade im Hinblick auf die Wertigkeit der ersten Seite (CTR, Traffic & Co.) lassen sich damit ganz interessante Werte und Daten sammeln…
Jens schrieb am 12. Oktober 2011 um 15:04
Ich finde es bewunderns Wert wie ein Artikel, der sich im Endeffekt auf folgende Quelle bezieht seo.or.at/gefahr-durch-ranking-check/244 so durch die Timelines geschleift wird – und das nur weil der auf Matt Cutts Blog verweist?
Auch sind keine bestätigten Fälle aus den USA bekannt wie es in den ganzen Artikeln genannt wird.
Bevor man solch einen reißerischen Artikel verfasst sollte man immer die Quellen prüfen. Es ist natürlich interessant immer mal wieder auf das eigentliche Verbot der automatisierten Abfragen hinzuweisen – aber die Grundlage dieses Artikel ist irgendwie der falsche Weg.
whit3h4t schrieb am 12. Oktober 2011 um 15:20
Wirklich? Tschuldigung wie lautet mein erster Satz? “Wie es scheint…” Wenn dem nicht so scheint und die ursprüngliche Meldung schlichtweg dem veröffentlichen von gespinnten und gescrapten Content diente, dann sollten sich einige Damen und Herren dort draußen einmal Gedanken darüber machen ob nicht irgendetwas in ihrer Welt schief läuft^^
Das die Beschränkung der Abfragen durch ein Captcha schon lange besteht ist wohl jedem klar und eigentlich geht es auch nicht um die Tatsache wie alt nun eine Meldung ist, sondern lediglich um den Fakt das ein Großteil immer noch dabei ist, sich mit altbewährten und (teilweise sehr) antiquierten Mitteln durch das Netz bewegt und damit arbeitet.
Es geht mir hier nicht darum, ob von irgendeiner Stelle irgendetwas beschränkt wird – Ich hoffe oder gehe einfach mal davon aus das es irgendwann so sein wird – sondern vielmehr darum das es mittlerweile und in gewisser Zukunft eindeutig sinnfrei ist sich auf Daten zu beziehen die keinen hundertprozentigen Bezug mehr zur Realität haben nur weil man zu bequem, zu sicher oder einfach zu arrogant ist sich mit anderweitigen Mittel auseinanderzusetzen.
Und mal ganz ehrlich du hast doch nicht wirklich geglaubt das du mit dem Namen Seo Mentor, nur weil er gleich zu deiner Url ist, hier durchkommst oder?
Jens schrieb am 12. Oktober 2011 um 15:44
Sorry für den Namen – Ich wollte damit kein Keywordspamming betreiben, ich selbst habe nichts davon.
Ich glaube jedem der mit den SERPs zu tun hat ist sich bewußt, dass ein Teil der Abfragen an Google mittlererweile automatisiert geschieht und dadurch natürlich die häufigsten Keywords auch irgendwie referentiell sind.
Die großen SEO Tools fragen Millionen von Keywords pro Monat ab und stürzen sich natürlich auf hochvolumige Moneykeywords. Dass sie dadurch das Suchvolumen entsprechend manipulieren sollte jedem logisch sein.
Das mit dem gespinnten Content und der Verlinkung zu einem SEO Tool Anbieter der genau diesen Gerücht im Umlauf gebracht hat ist natürlich bedenklich – eben wie die Tatsache, dass viele solche Meldungen als gegeben hinnehmen.
whit3h4t schrieb am 12. Oktober 2011 um 16:08
Das Problem sehe ich weniger in der Kenntnis derjenigen die sich mit dem Thema befassen, als darin welchen Stellenwert die Checks und Rankings teilweise in der Natur einiger Agenturen, Inhouse-SEOs und auch Kunden haben.
Anstatt sich mit der Seite an sich zu beschaffen, geht es lediglich um Keywords und darum dem jeweiligem gegenüber Daten vorzulegen – Ob diese dabei repräsentativ sind bleibt, so lange beiden Seiten zufrieden sind, dabei außen vor.
Und auch wenn Personen mit den Suchergebnissen oder Tools zur Darstellung von Suchvolumen arbeiten, so bedeutet das nicht zwangsläufig das sie sich über die Verzerrung der Daten im klaren sind.
Gerade wenn man zu lange in einer Sache drin ist und sich mit einem Thema beschäftigt vergisst man nur zu gerne, dass es wesentlich mehr gibt als den kleinen Teil namens SEO…
und das mit dem Namen ist mir nur grad so von der Hand gegangen, normalerweise ändere ich so etwas ohne Kommentar
azella schrieb am 5. Dezember 2011 um 17:14
Wenn Google die automatische Abfrage kappt, dann müssten Sie aber selbst einen ähnlichen Service bereitstellen. In der Form von den den Webmaster Tools oder Google Analytics.
Karin schrieb am 16. Januar 2012 um 12:53
Verständlich ist das schon. Google existiert ja nicht für die SEOs der Welt, sondern für seine Nutzer. Und wie üblich, denkt sich das große G mal wieder eine Lösung aus, die den eigentlichen Nutzern entgegenkommt – jeder bekommt seine eigenen SERPs – sozusagen SEO-proof