TYPO3camp Hamburg 2010 – Review
Das letzte Wochenende stand ganz im Zeichen von TYPO3. Grund hierfür war das TYPO3camp 2010 in Hamburg. Eingeladen waren nicht nur Geeks, sondern auch interessierte des Enterprise CMS TYPO3. Für mich war es das erste Camp zum Thema TYPO3. Meine Erwartungen waren hoch, nicht nur, weil ich seit nun mehr zwei Jahren selbst mit dem CMS arbeite, sondern auch, weil ich die TYPO3-Szene Hamburgs auch mal Live erleben wollte. Sehr positiv fand ich, dass das Camp komplett kostenlos (Ok, bis auf einen kleinen Obulus für das Grillgut am Samstagabend) war und sich allein durch Spenden finanzierte.
Tag dich selbst!
Nach gelungener Akkreditierung am Samstagmorgen und dem ersten Treffen mit krautsock (Cool, dass ich endlich mal einen Twitterkollegen kennengelernt habe), begann das Camp mit einer geselligen Vorstellungsrunde. Um sich nachhaltig in den Köpfen der anderen einzubrennen, sollte sich jeder mit drei verschiedenen Tags versehen. Was hätte ich anderes nehmen sollen als die Tags SEO, SEA & SMO? Irgendwie musste ich mich ja von der Masse absetzen
. Der Sessionplan war schnell gefüllt und so konnte der Samstag beginnen.
Extbase – Der absolute Wahnsinn!
Eines muss ich von vornherein klarstellen: Ich bin kein Programmierer. Ich habe noch nie – und werde wohl in nächster Zeit auch nicht – auf die Idee kommen, eine eigene Extension zu programmieren. Dennoch handelte die erste Session von Extbase, welche Felix Oertel mit einer kindlichen Begeisterung vorstellte und uns näher brachte, wie ich es selten erlebt habe. Der Junge rockt einfach! Falls ihr euch gerade fragt ,was Extbase eigentlich ist – Damit kann man so einige geile Sachen machen, Extensions programmieren und so. Irgendwie hat Felix es geschafft mir etwas als absolut genial zu verkaufen, obwohl ich keinen Plan davon hatte. Es war einfach seine Art, die mich überzeugt hat. Ach ja, soweit ich das verstanden habe, wird Extbase wohl Standard in FLOW3, also sollte man sich zwangläufig damit beschäftigen, da FLOW3 ja auch mit TYPO3v5 zusammenarbeitet. Aufgrund einiger Abschweifungen während des Vortrags hat Felix kurzerhand die Länge der Session vervierfacht. Aus ursprünglich einer Stunde, wurden kurzerhand zwei Blöcke á zwei Stunden. Das macht insgesamt vier Stunden, die mich wirklich nachhaltig beeindruckt haben. Felix hat auch das Zitat des Tages, wenn nicht sogar des gesamten Camps geschaffen: „Wenn etwas nicht geht, ist es nicht kaputt, es funktioniert nur noch nicht!“ – Der Junge braucht eine Fanpage bei Facebook!
BITV – Der Blick über den Tellerrand
Ein weitere Session, die sich nachträglich bei mir eingebrannt hat, war der Vortrag von Nils K. Windisch über die BITV (Barrierefreie Infomationstechnik Verordnung). Hört sich trocken an? Dem ist bei näherer Betrachtung nicht so. Nils hat uns einen kleinen Einblick in seine Masterarbeit gegeben und zu dem einen oder anderen interessantem Denkanstoß verholfen. Zusammengefasst ging es um die Sichtweise mit der wir Webseiten sehen oder konzipieren, ohne dabei auf die Beeinträchtigungen anderer Menschen zu achten. Ich möchte mich jetzt nicht so sehr in dem Thema vertiefen, denn ich bin der Meinung, ein so umfassendes Thema benötigt seinen eigenen Post.
The Grillgut has arrived!
Die beiden waren nicht die einzigen Sessions, welche am Samstag stattfanden, aber sie waren sicherlich die interessantesten für mich. Über den gesamten Tag waren immer drei Sessions gleichzeitig, am späten Nachmittag erhöhte sich die Frequenz auf vier Sessions zur gleichen Zeit. Gemeinsam ließ man den Abend bei einer gemeinsamen Grillsession enden und vertiefte sich hier und dort noch zu einem unterhaltsamen Gespräch.
Sunday Bloody Sunday!
Der Sonntag begann wieder mit der Planung der Sessions, nur war die Anzahl der Teilnehmer ein wenig geringer – Bruder Alkohol hat wohl sein Teil dazu beigetragen. Ich selbst habe vom Sonntag nur eine Session im Kopf behalten, die Social Media Session von Frank Nägler, Volker Graubaum & Elke Boers. Es gab einen kurzen Einblick in Facebook & Twitter und ein paar Unternehmen, die Social Media mehr oder weniger erfolgreich betreiben. Die übliche Datendebatte wurde auch kurz angestoßen, verhallte jedoch ziemlich schnell wieder. Ich frage mich allerdings immer noch, inwiefern der schöne Facebook „Like“ Button auf die Performance bei TYPO3-Seiten drückt? Nicht nur aus Gründen der Performance, sonder auch aus Darstellungsgründen und wegen der Sichtbarkeit, werde ich vorerst bei dem „Share“ Button bleiben. Am Nachmittag hatte ich noch eine spontane und persönliche Session mit einer durchaus sympathischen Person (Theo3^^), ich werde sehen was ich für dich rausholen kann. Win-Win & so…
TYPO3 & Twitter?!?
Nicht nur HansJ musste in der Social Media Session schmerzhaft feststellen, dass die Twitterdichte auf dem TYPO3camp ein wenig mau war. Von über 100 Teilnehmern, konnte man die Zahl der aktiven Twitterer an zwei Händen abzählen. Nicht, das ich Twitter für das Ultimo halte, aber es war doch schon ein wenig Schade, immer dieselben Leute zu Twitteraccounts auf der Timeline zu sehen. Wenigstens hat krautsock die Twittwall zum TYPO3camp ordentlich mit Fotos und lustigen Tweets gefüllt. Die Twitteraccounts der Campteilnehmer findet ihr übrigens hier.
Bleibt festzuhalten:
Ja, was bleibt festzuhalten? Auf jeden Fall war es keine verschenkte Zeit. Ganz im Gegenteil, das TYPO3camp in Hamburg war eine sehr lohnenswerte Veranstaltung. Die Leute waren allesamt nice drauf, das Essen war lecker, die Sessions waren durchaus interessant und regten zum Denken an und Kontakte hat man auch geknüpft. Es war also ein verdammt lustiges Wochenende. Dankeschön an das Orga-Team von und die Sessionhalter, ohne die das Camp nicht so geworden wäre, wie es war. Ich freue mich jetzt schon auf das nächste Jahr und denke, das ich bis dahin auch einen kleinen Vortag vorbereite, frei dem Motto: „Isch hab da ma was vorbereitet“
Wir sehen uns also nächstes Jahr
Edit: Zwei Dinge fallen mir gerade auf. A) Die Farbe der Links ist nicht wirklich gut gewählt & B) Bilder hätten das Lesen ein wenig aufgelockert^^ … Ich werds mir für den nächsten Beitrag dieser Länge merken
Autor des Artikels: whit3h4t
Lars Nutzenberger | 1980er | Hamburger | CEO | EX-SEO | Blogger | Nerd | passionierter Linkdieb und OnPage-Nörgler | Gegen den Strom Schwimmer | Studienabbrecher | Googlefreund | Teufelskerl & Freund
Aktualisiert am 8. Juni 2011
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krautsock schrieb am 26. Mai 2010 um 14:51
Yeah! Schöner Bericht, danke und bis zum nächsten Mal.
Hat wirklich Spaß gemacht
Lars schrieb am 26. Mai 2010 um 15:04
Wurde aber auch Zeit
Schöner Bericht, Informativ und gut geschrieben
Das Camp hat wirklich viel Spass gemacht.
Volker schrieb am 26. Mai 2010 um 15:21
Moin,
super Bericht, einziger “Fehler” die Sozial Media Session war im Raum “Sitegeist” nicht von Sitegeist
Vielen Dank für die Tolle Zusammenfassung
whit3h4t schrieb am 26. Mai 2010 um 15:31
@Volker
verdammt, ich dachte Frank würde bei Sitegeist arbeiten^^ mkay, werd das mal schnell ändern … hat ja keiner bemerkt
Frank Nägler schrieb am 27. Mai 2010 um 20:21
Hi,
Danke für die nette Nennung, aber Volker hat auch die Session als Speaker begleitet. Die nette Dame heisst übrigens Elke Boevers
Nun zu Deiner Frage wegen Performance, da der Like-Button und die anderen FB-Tools nachgelagert sind, wird erst die Seite angezeigt, bevor das Rendering der FB-Element erfolgt. Du siehst damit zwar etwas länger das “Rädchen” drehen, aber die Seite ist vollständig geladen.