Werbevermarktung im Internet – RevenueMax

Die Vermarktung der eigenen Werbeflächen auf Webseiten wird wohl für jeden Seitenbetreiber früher oder später ein Thema sein. Infolge dessen bedeutet dies, sich mit dem Thema zu befassen und einen Überblick über die Möglichkeiten des Werbemarktes Internets zu verschaffen. Genau mit diesem Thema, also der Werbeflächenvermarktung, hat sich Altmeister und Szene-Guru Thomas Promny in seinem neuesten Werk, Werbevermarktung im Internet, auseinandergesetzt.

Mythos Bannerwerbung

Thomas versucht in seinem Buch,  welches je nach Ausführung 30 (Online) – 45 (Print) Seiten umfasst, so gut wie möglich die wichtigsten Facetten der Werbevermarktung für Webseiteninhaber darzustellen und näher zu beleuchten. Der Einstieg gelingt wie gewohnt offen & locker und knüpft an seinen Stil vergangener Werke an. Schon im ersten Absatz legt Thomas Promny dem Leser den Kern des Buches klar vor Augen: Bannerwerbung! – Und genau um dieses Thema drehen sich die restlichen Seiten seines Werks. Von vornherein wird mit dem altbekannten Mythos aufgeräumt, Bannerwerbung sei tot.

…Viele der Befragten behaupten sogar, niemals auf Werbung im Internet zu klicken. Die Schlussfolgerung aus solchen Analysen wäre: Bannerwerbung ist tot.
Das stimmt natürlich nicht.
Denn ebenso gut könnte man Menschen fragen, ob sie gerne TV-Werbung sehen oder regelmäßig vor Plakaten stehen bleiben. Niemand liebt Werbung, außer denen, die damit ihr Geld verdienen…

Nachdem das geklärt ist, wird der Autor ein wenig konkreter. Es ist kein schlichtes Geplänkel über Bannerwerbung, vielmehr wird der Fokus auf die Steigerung des TKP (Tausend-Kontakt-Preis) bestehender Werbemittelplätze gesetzt.

Laut Thomas richtet sich dieses Buch nicht an Einsteiger. Der Leser sollte schon eine gewisse Vorkenntnis über das Thema besitzen und am besten schon ein wenig Erfahrung mit Werbung im Internet gesammelt haben. Dennoch lässt es sich Thomas nicht nehmen, die wichtigsten Begriffe in einer Art Vorab-Glossar zu erklären, um Missverständnisse beim Lesen schon am Anfang zu vermeiden.

Von den Formen der Vermarktung bis zum Benchmarking

Die Gliederung des Inhalts ist sehr gelungen und in sich schlüssig. So beginnt die wirkliche Thematik des Buches mit den verschiedenen Formen der Vermarktung und gibt einen kurzen aber guten Überblick über die verschiedenen Formen. Im späteren Verlauf des Buches werden die Formen nochmals aufgerufen und finden eine ausführlichere Betrachtung seitens des Autors.

Relevante Kriterien zur Erfolgsmessung, sowie Arten der Steuerung, Controlling & Optimierung werden in dem Buch ebenso wenig außer Acht gelassen, wie die essentiellen Fragen „Wer ist eigentlich der Werbekunde?“ oder „Mit welchen Umsätzen kann gerechnet werden?“. Dabei werden in dem Buch „Werbevermarktung im Internet“ nicht nur die positiven Facetten und die Vielzahl von Möglichkeiten der Vermarktung angesprochen, die fehlende Intransparenz und die damit verbundene neblige Preisbildung in dem Segment des Werbemarktes Internets findet ebenfalls seinen Teil im 4ten Kapitel.

Dass das Heft sich nicht nur an Betreiber von High-End Portalen mit Jahrtausendtraffic orientiert, wird einem spätestens dann klar, wenn es um das Thema AdServer und die Frage „Wohin mit den Werbemitteln?“ geht. Beispiele werden des Öfteren mit anschaulichen Grafiken und Tabellen verdeutlicht, welche zusätzlich das Verständnis des Gelesenen fördern. Zudem finden sich zu wichtigen Punkten, wie z.B. der Thematik „PostView“, Anbieter verschiedener Netzwerke, welche sich auf den einen oder anderen, im Artikel angesprochenen, Punkt spezialisiert haben.

Zwischen Informationsgehalt und Werbemittel

Auch wenn ich in den vorangegangenen Zeilen das Werk „Vermarktung im Internet“ immer wieder als Buch tituliert habe, fällt mir das nicht allzu leicht. Denn ein wirkliches Buch ist es nicht. Der Inhalt ist gut, keine Frage. Man liest mit jeder Zeile, dass Thomas auf ein fundiertes Wissen zurückgreifen kann, wenn er denn nur wolle. Ich habe die broschürte Version des „Buches“ und mein erster Eindruck war ein wenig zweigeteilt. Der erste Gedanke, welcher mir schon bei der Veröffentlichung des eBooks kam, drehte sich darum, es doch bitte nicht zu einem reinen Werbemittelprospekt für RevenueMax werden zu lassen. Und das (das muss ich dem Autor wirklich anrechnen), ist in der Tat nicht der Fall. Zwar hatte ich teilweise den Wunsch, jetzt müsse doch endlich mal die Erwähnung des Unternehmens RevenueMax auftauchen, doch letzten Endes wird das Unternehmen lediglich einmal explizit als Hilfesteller erwähnt.

Das zweite was mir bei dem Heft aufgefallen ist, sind die unübersehbaren Mengen an leerem Inhalt. Damit meine ich nicht Sätze ohne Inhalt, nein es kommt tatsächlich vor das Seiten nur zu 1/3 mit Inhalt gefüllt sind. Ich denke, es hätte nicht allzu viele Umstände gemacht, die Massen an WhiteSpace zu löschen oder sie gegenüber dem eBook mit mehr Inhalt zu füllen. Teilweise wirken die Inhalte lediglich angerissen und nicht bis zum Ende ausgeführt, was angesichts der vielen leeren Räume ein wenig zu bedauern ist. Dennoch wiederhole ich gerne noch mal: Das, was in dem Heft steht ist gut fundiertes Wissen und keinesfalls von Wert zu unterschätzen.

Broschiert oder als eBook

Diese Frage sollte sich jeder selbst stellen, ich persönlich habe beim Lesen das Exemplar gerne vor Augen und kann daher die broschierte Version von Werbevermarktung im Internet auch mit gutem Gewissen empfehlen, trotz der oben genannten Kleinigkeiten. Ob der Preis von ca. 15,- € gerechtfertigt ist, soll auch jeder für sich entscheiden. Ich persönlich habe schon wesentlich mehr Geld für wirklich nutzlose Werke in den Sand gesetzt, die sich nicht einmal als Untersetzer eignen. Wer sich einen Überblick über aktuelle Möglichkeiten und Trends im Bereich der Vermarktung seiner Werbemittel verschaffen will, der wird von dem Werk auf keinen Fall enttäuscht sein und kann getrost zugreifen.

Links zu “Werbevermarktung im Internet”

Aktualisiert am 10. August 2010

Ein Kommentar

  1. Servus Lars,

    ich weiss jetzt noch nicht ob ich da mal reinlesen werde, aber zu einem geb ich meinen zustimmenden Senf doch noch ab: “Niemand liebt Werbung, außer denen, die damit ihr Geld verdienen…” – so ist es .. wobei eine kürzlich veröffentlichte Internet Studie (weiss leidert nicht mehr den Link) ein “erstaunliches” Ergebnis zu Tage gefördert hatte. Es hiess so (oder so ähnlich) ” die meisten Internet User verstehen das Prinzip der Werbung und finden es okay, wenn auf Webseiten Werbung eingebunden wird. “Nach dem Motto “Lieber Werbung sehen, als für ne Paywall zahlen”.

    Gruß
    Seba

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